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Rückblick und Ausblick zum Jahr 2006
20. Dezember 2005
In Bern hat sich im vergangenen Jahr viel verändert: gerade im politischen Stil. Es wird sprichwörtlich «geellböglet». Es ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Durch die Wandelhalle weht ein rauer Wind. Im Bundesratszimmer auch. Die Zeitungen sind voll davon.
Im Parlament kämpfen die Fraktionsvorsitzenden aller Couleur um ein einheitliches Auftreten; um effektiv, besser zu sein. Dennoch: Eine vor kurzem veröffentlichte Studie hat wiederum belegt, dass es die klassische Mittepartei, die CVP, sei, die im Parlament Scharnier spielt und Mehrheiten schafft. Die CVP steht für umsetzbare Lösungen. Dazu werden Dossier- und Detailkenntnisse verlangt und viel Feinarbeit. Eine Arbeit, die wenig spektakulär ist und oft viel zu wenig Resonanz findet und die umso wichtiger ist, um realisierbare Lösungen zu finden.
Die holzschnitztartige Politik dagegen, die Extreme auf der linken wie auf der rechten Seite des politischen Spektrums, liefert das Material zu spannenden Geschichten. Mehr jedoch nicht. Und ab und zu einen Strohfeuererfolg, der dann als Jahrhunderterfolg gefeiert wird. Wie zum Beispiel bei der Gentech-Initiative der Grünen. Die Nachhaltigkeit dieser holzschnitztartigen Politik wird im langfristigen Nutzen oder eben Schaden für unseren Bundesstaat leider viel zu wenig hinterfragt.
Ich meine: Wir brauchen in der Schweiz umsetzbare Lösungen, zum Teil auch gangbare Zwischenlösungen, um Schritt für Schritt voranzukommen. Nur dieser Weg der kleinen Schritte, der Feinarbeit hält unser Land stabil und bringt uns voran. Dafür stehe ich ein. Auch im neuen Jahr.
Falls Sie ein besonderes Anliegen drückt, so erreichen Sie mich direkt unter: wjermann@bluewin.ch. Melden Sie sich auch, falls Sie mit einer Gruppe einen Bundeshausbesuch planen. Ich empfange Sie gerne.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Weihnachtszeit.
Ihr Nationalrat Walter Jermann-Strauss, Dittingen |
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