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Janiak gegen Baader?
Aargauer Zeitung vom 20. Oktober 2006
Tritt Nationalratspräsident Claude Janiak (SP) gegen den SVP-Nationalrat Caspar Baader im Kampf um den einzigen Baselbieter Ständeratssitz an? Das ist die einzige Frage, die man sich im Baselbiet ein Jahr vor den nationalen Wahlen stellt. Antworten erhält man kaum. Die Parteien konzentrieren sich auf die kantonalen Wahlen im Februar. Klar ist nur, dass nach einem Streit unter den Bürgerlichen Ständerat Hans Fünfschilling (FDP) nicht mehr antreten wird und dass die SVP Anspruch auf diesen Sitz angemeldet hat. Neben Baader könnte auch alt Landrat Dieter Völlmin kandidieren wollen. Die FDP und die CVP haben bislang keinen Nachfolger aufgebaut. Es wird zwar gemunkelt, dass FPD-Finanzminister Adrian Ballmer kandidieren könnte. Doch dieser wird kaum nach einer Wiederwahl in den Regierungsrat gleich wieder in einen Ständerats-Wahlkampf ziehen wollen ( obwohl Fünfschilling genau das damals vor seiner Wahl ins Stöckll gemacht hat). Dass Janiak antritt, gilt als sicher; er hat kürzlich hier selbst Interesse an dem Amt angemeldet. Nicht gesprochen wird derzeit über die Nationalratswahlen. Bekannt ist nur, dass CVP-Vertreter Walter Jermann nicht mehr antreten wird. Die anderen sechs Bisherigen gelten als gesetzt: Janiak und Susanne Leutenegger Oberholzer (SP), Baader und Christian Miesch (SVP) sowie Hans Rudolf Gysin (FDP} und Maya Graf (Grüne). Janiak und Baader würden wohl im Falle einer Kandidatur fürs Stöckil trotzdem auf den Nationalratslisten ihrer Parteien stehen. Spekuliert wird, ob die zurücktretende Regierungsrätin Elsbeth Schneider versuchen wird, den CVP-Sitz zu verteidigen. Dies wäre die einzige Möglichkeit für die Partei, der FDP die Stirn zu bieten. Diese wird versuchen, den 2003 knapp an die CVP verlorenen Sitz zurückzuerobern. Die in den Regierungsratswahlen hochgehaltene Büza (Bürgerliche Zusammenarbeit) spielt in diesen Wahlen nicht. Es könnte auch sein, dass andere Parteien (SVP, Grüne) versuchen werden, dank den kantonalen Wahlen bekannt gewordene Mitglieder auf den leeren Stuhl zu hieven. |
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